Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matthäus 28,20)

Liebe Gemeinde,

dieser Vers aus dem Matthäusevangelium ist mein Konfirmationsspruch und dieser Vers begleitet mich nun schon über 30 Jahre. Ich habe ihn damals von meinem Pfarrer in der Jubilatekirche in Waldperlach zugesprochen bekommen. Für mich ist dieser Vers ein Wegbegleiter. Oder besser gesagt: Gott ist mein Wegbegleiter und dieser Vers versichert mir Gottes Nähe immer wieder.

Heute suchen sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden ihren Spruch selber aus. Auf der Konfirmandenfreizeit haben sich die Jugendlichen mit viel Engagement und Ernst den Versen, die wir ihnen überall ausgehängt haben, genähert. Ihnen war ganz wichtig, dass der Spruch und die Botschaft zu ihnen passt. Da tat sich die eine oder der andere auch schwer den richtigen Vers zu finden oder sich zu entscheiden.

Konfirmation ist immer noch ein großes Ereignis für die Jugendlichen, ihre Eltern und Familien und natürlich auch für die Gemeinde. In diesem Jahr werden in der Friedenskirche in Aschau 12 Jugendliche konfirmiert. Zwei Jahre haben Matze, Matteo und Timo als Konfihelfer, Jugendreferentin Johanna Zacherl, Vikarin Sabrina Hoppe und ich die Konfirmandinnen und Konfirmanden im Unterricht, auf Freizeiten und bei Aktionen begleitet. Wir haben ihnen von Gott und Jesus Christus erzählt, ihnen Freiraum für ihre Fragen gegeben, Abendmahl gefeiert, gespielt und gesungen, Gottesdienste besucht und selber gestaltet und viel Spaß gehabt. Es war für uns eine sehr schöne Zeit.

Konfirmation heißt "Bestärkung" bzw. "Bekräftigung".

Das bedeutet zum einen, dass Gott sein Ja bekräftigt, das er in der Taufe gegeben hat. Die Jugendlichen werden unter Handauflegung gesegnet und erfahren so den Zuspruch Gottes.

Zum andern werden sie auf ihren eigenen Glauben angesprochen und sollen ihrerseits Ja zu Gott sagen. Mit der Gemeinde stimmen sie in das Glaubensbekenntnis ein.

Wir wünschen allen Konfirmandinnen und Konfirmanden Gottes Segen und dass sie spüren, dass Gott bei ihnen ist bis an der Welt Ende.

Ihre Pfarrerin Betina Heckner