Liebe Gemeinde,

Blumen, Liederbücher, Lesepult, Abendmahlsgeräte, Reinigungstücher, Kerzen, Hostien, Wein, Saft,..., so steht es auf der Packliste für den Gottesdienst auf der Kampenwand. Jedes Jahr wieder hoffe ich, dass wir nichts vergessen und alles gut vorbereitet und organisiert ist. In der Woche vor dem Gottesdienst wird jede Wettervorhersage in der Zeitung und im Internet verfolgt, hoffentlich spielt das Wetter mit und wir können einen besonderen Gottesdienst an der Kapelle bei der Steinlingalm feiern. Dieses Jahr werden Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Dekanin Hanna Wirth zum letzten Mal den Gottesdienst gemeinsam halten.

Die „Freiluftsaison“ beginnt bei uns schon am Ostermontag mit dem Emmausgang, den wir gemeinsam mit Bad Endorf und Prien feiern. Im Juni folgt dann die ökumenische Andacht auf dem Schachen und der Gottesdienst auf Herrenchiemsee mit den BAPGemeinden, im Herbst findet vielleicht wieder ein Wandergottesdienst statt.

„Es ist immer ein besonderes Erlebnis, am Gipfel eines Berges zu stehen und den Blick ins Tal schweifen zu lassen. Die Sorgen bleiben im Tal, und man fühlt sich Gott besonders nahe“, sagt Pfarrer Frank Wagner aus Oberstaufen, der in der Sommersaison fast jede Woche einen Gottesdienst auf dem Berg feiert.

Es sind immer ganz besondere Momente, die wir am See, an einem Kreuz am Wegrand oder auf dem Berg erleben. Einen ganz besonderen Moment hat Helen Loth auf unserem Titelbild festgehalten. Die Schönheit der Schöpfung, die Größe der Natur, die Weite der Welt und die Einzigartigkeit des Augenblicks alles eingefangen in diesem Bild.

Für diese Schönheit, für die Bewahrung der Natur und unseres Lebensraums lohnt es sich, sich einzusetzen, wie es gerade tausende Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt tun mit ihrer Initiative „fridays for future“. Es lohnt sich, damit die Generationen nach uns noch genauso staunend die Welt betrachten können und sich in der Natur ihrem Gott nahe fühlen.

Ihre Pfarrerin Betina Heckner